Ziele

Gewalt an Frauen* und Mädchen* ist kein Einzelfall. Im Jahr 2019 wurden einige Frauen* in Österreich ermordet. Statistisch gesehen hat Österreich jedoch bei diesem Thema auch schon vor 2019 einen Rekord gehalten: in keinem anderen EU-Land ist der Anteil der ermordeten Frauen* an der Gesamtzahl der vorsätzlichen Tötungen so hoch wie in Österreich. Gemeinsames Element dieser Taten ist, dass die Morde im Rahmen von Beziehungen oder Ex-Beziehungen stattfanden. Der Begriff Femizid (oder Feminizid) benennt spezifisch die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist, und verweist auf Strukturen in einer Gesellschaft, die Sexismus begünstigen.
Dazu gehören etwa die ökonomische Benachteiligung, die Aberkennung von Kompetenz aufgrund des Geschlechts, eine Objektivierung durch ständiges Kommentieren des Äußeren und sexistische Äußerungen in sozialen Netzwerken, von Politikern, in Werbung und Öffentlichkeit oder auf der Arbeit. Das gibt Männern das Gefühl, dass Sexismus sowie eine Hierarchie der Geschlechter okay ist und lässt Frauen* und Mädchen* sich nicht selten in intimen Beziehungen wiederfinden, in
denen sie nicht respektiert werden.
Um Frauen* und Mädchen* für Gewaltdynamiken zu sensibilisieren und in nahen Beziehungen zu stärken haben wir eine Workshopreihe für das Kalenderjahr 2019 entwickelt, mit der wir gezielt Mädchen* und junge Frauen* zwischen 12 und 25 Jahren erreichen wollen.