Workshop- feministische Selbstverteidigung

“Wir haben gelernt, dass wir stark sind und dass wir uns selbst schützen können.” Teilnehmerin eines Workshops

Organisatorisches

Ein Workshop kann 1,5 Stunden, 2 Stunden, 3 Stunden, 4 Stunden, 8 Stunden etc. dauern, einmalig stattfinden oder ein paar Mal hintereinander angeboten werden.

Inhalte

In diesem Workshop soll ein praktischer Einblick in Techniken der feministischen Selbstverteidigung (Wendo; Wen=Frauen, Do=Weg) gegeben werden.
Wendo (Weg der Frauen) hat sich in den 70er Jahren im Kontext der autonomen Frauenbewegung entwickelt und wurde zunächst nur von professionell trainierenden Lesben an Lesben weiter gegeben. Mit den Jahren hat es sich so entwickelt, dass Wendo für alle interessierten Frauen, Lesben und Mädchen offen geworden ist und Workshops angeboten wurden.
Vor allem für Frauen, die Überlebende einer Vergewaltigung sind, war und ist Wendo ein wichtiges Mittel, um sich wieder zu stärken und Techniken einer Selbstverteidigung zu erlernen.
Das Training bedient sich Elementen aus verschiedenen Kampfkünsten und hat darüber hinaus eigene spezifische Techniken entwickelt, um gegen sexistische Gewalt zu handeln.

Trainiert werden spezifische Widerstandsmöglichkeiten in verschiedenen (verbalen und/oder körperlichen )Angriffssituationen. Dabei wird die eigene Stimme ausgetestet, eigene Grenzwahrnehmung gestärkt, verschiedene körperliche Verteidigungstechniken erlernt, etc.
Spezifisch für Wendo ist, dass es während des Trainings um eine Auseinandersetzung mit patriarchalen Machtverhältnissen geht und angelernte Ohnmachts- und „Opferrollen“ zu überwinden.
Ein Hauptziel ist die Selbstbehauptung und Selbstwirksamkeit zu stärken, um sich gegen sexistische Gewalt zur Wehr zu setzen und in sexistischen Situationen agieren zu lernen.
Wendo wird vor allem selbstorganisiert, im nicht-kommerziellen Rahmen und in Regionalgruppen trainiert. Es gibt aber darüber hinaus auch internationale Treffen, die als Teil der internationalen feministischen Bewegung gesehen werden können. Besonders auf den internationalen Treffen geht es um Austausch unter den Frauen* und die Situationen, mit denen sie in ihren jeweiligen Kontexten konfrontiert werden.
In der Wendo-Bewegung gibt es einen großen Konflikt und jahrelange Diskussionen bezüglich der Frage, ob die Trainings trans* und inter*-Personen geöffnet werden soll(t)en.